Warum Mönche so gerne alleine sind

Ein außergewöhnliches Verhalten

Warum Mönche so gerne alleine sind
Mönche verbringen viel Zeit mit sich selbst. Warum tun sie das?

In diesem Artikel werde ich darüber philosophieren, warum buddhistische Mönche so gerne alleine sind.

 

Warum verbringen sie so gerne Zeit mit sich allein?

 

Für die meisten Menschen der westlichen Welt wäre so ein Lifestyle der absolute Horror.

 

Sich mit purer Absicht von der Außenwelt abzuschotten und beispielsweise in ein Kloster oder einen Tempel zu gehen, ist ein außergewöhnliches Verhalten, welches dem heutigen gesellschaftlichen Leben zuwiderläuft.

 

Was ist also der tiefere Sinn dahinter?

 

Ablenkungen und Beeinflussungen lauern überall

Unsere westliche Welt ist voller Ablenkungen und Beeinflussungen.

 

Überall und jederzeit schießen fremde Energien und Informationen auf uns ein und wollen einen Teil unseres Bewusstseins für sich abgreifen.

 

Wir sollen beeinflusst werden irgendetwas zu kaufen oder irgendjemanden zu folgen.

 

Man kann teilweise nicht mal mehr durch die Straßen laufen – alles ist zugekleistert mit Werbung oder den Plattitüden des momentanen Zeitgeists.

 

Aber auch zuhause, in den eigenen Wänden, sind wir vor diesen Ablenkungen und ebenso fremder Beeinflussung nicht sicher.

 

Wenn man Fernsehen schaut oder Radio hört, ist man quasi unter Dauer-Beeinflussung und dauerhafter Fremd-Programmierung.

 

Die Inhalte müssen einfach nur zigmal wiederholt werden, damit sie ins Unterbewusstsein eindringen und dort als Informations-Muster oder Programm abgespeichert werden.

 

Dadurch werden die jeweiligen Inhalte ein Stück weit zu einem Teil von einem selbst.

 

Es ist allerdings nicht nur das Fernsehen oder das Radio.

 

Auch das Internet ist vollgepflastert von diesen Ablenkungen – sie sind nur ein Pop-Up-Fenster, eine Werbung, oder eine Nachrichten-Schlagzeile weit entfernt, wobei das Internet tausend Mal besser ist als Fernsehen oder Radio. Hier kann man immerhin noch frei entscheiden, was man konsumiert.

 

Ebenso haben wir noch ein Smartphone bei uns, welches uns von einem Moment zum anderen komplett aus dem Flow bringen kann, wenn wir eine Nachricht erhalten.

 

Ablenkungen und Beeinflussungen sind allgegenwärtig.

 

Ohne mentale Schutzschilder oder einen gewissen Bewusstseins-Grad ist man diesen Einflüssen hilflos ausgeliefert und nimmt sie auf wie ein Schwamm das Wasser.

 

Das interessante ist:

 

Diese Masse an Ablenkungen und versuchten Beeinflussungen gab es früher noch nicht – und dennoch haben sich manche Menschen dafür entschieden ins Kloster oder in den Tempel zu gehen und Mönch zu werden.

 

Die Haupt-Ablenkungen der früheren Zeit waren vermutlich eher im Beruf, der Gesellschaft, der Nachbarschaft oder dem näheren Umfeld zu finden.

 

Unabhängig davon um welche Ablenkungen oder Beeinflussungen es sich handelt – unter solchen Umständen kann man nie zu sich selbst finden.

 

Die innere Stimme wird in diesem Fall dauerhaft von außen übertönt.

 

Man kann auch sagen - wir werden dauerhaft und kontinuierlich auf dem Weg zu unserem Wahren Selbst abgehalten. 

 

Alleine sein = Frei von äußeren Einflüssen sein

Ist man alleine und abgeschirmt, ist man frei von äußeren Einflüssen.

 

Hier kann man wieder zu sich selbst finden und Zugang zur inneren Stimme erhalten.

 

Man kann sich ganz auf sich selbst konzentrieren.

 

Niemand beeinflusst die eigenen Gedanken und Gefühle.

 

Kein Fernseher, kein Radio, keine Werbung, keine Einflüsse von anderen Leuten.

 

Man ist in der eigenen Welt im Jetzt.

 

Dies sind die optimalen Bedingungen, um tiefliegende  ungelöste Probleme oder Programmierungen aufzuspüren und das wahre Selbst zu finden.

 

Indem man also für sich alleine ist, kann man wieder zu sich selbst kommen.

 

Dies ist meines Erachtens einer der Gründe, warum Mönche so gerne allein sind, aber es gibt noch weitere.

 

Mönche studieren alte Lehren und Forschen

Mönche verfolgen ebenso ein großes Interesse daran, mehr über die Welt zu lernen, in der sie leben.

 

Sie studieren beispielsweise die alten Lehren Buddhas oder erforschen sein Leben.

 

Die Meister der Tempel geben ihr geheimes Wissen, welches über das frei „verfügbare Wissen“ hinausgeht, an ausgewählte Schüler weiter.

 

Das Wissen dieser Meister basiert zumeist auf dem Wissen älterer Meister und kann teilweise Jahrtausende alt sein.

 

Es wird von Angesicht zu Angesicht weitergegeben – nicht in Schriften oder Büchern.

 

Sie bewahren das Wissen wie einen Schatz auf und es ist nur sehr selten, dass etwas davon nach außen dringt, da es oft eine Art Codex gibt, welchem sich die Schüler unterwerfen.

 

Das erlernte Wissen wird dann auch eintrainiert, denn Wissen ohne Anwendung bringt auch nicht viel. 

 

Mönche – auf dem Weg zum vollen menschlichen Potential?

Über die genauen Inhalte, welche die Meister ihren auserwählten Schülern beibringen, lässt sich nur spekulieren.

 

Aber mit Sicherheit gehören Meditationen und Bewusstseins-, Atem- Körper- und Energie-Übungen dazu. Einige von diesen kennt man beispielsweise aus dem Qigong.

 

Es gilt dann, sich in diesen Bereichen stetig zu verbessern.

 

Meines Erachtens wird man zum Mönch, um ein möglichst hohes Bewusstseins-Level zu erreichen und den Grad der Verbundenheit mit der Urquelle zu optimieren.

 

Mit Sicherheit gibt es auch einfach nur Leute, welche mehr über die „übernatürlichen Fähigkeiten“ mancher Meister-Mönche lernen wollen.

 

Die Fähigkeiten dieser Meister-Mönche erreichen tatsächlich Dimensionen, welche man in den Bereich Science-Fiction einordnen würde.

 

Aus Büchern, welche Erfahrungsberichte wiedergeben, wird darüber berichtet, dass gewisse Meister-Mönche Fähigkeiten wie Teleportation oder Levitation beherrschen.

 

Ebenso werden Fähigkeiten geschildert, wie z.B. die Kommunikation mit Tieren oder das Erschaffen von Lebensmitteln aus dem „Nichts“.

 

Das ist schon sehr spannend.

 

Ebenfalls wird ausgesagt, dass die richtig großen „unsterblichen“ Meister, wie beispielsweise Buddha oder Jesus, erscheinen werden, wenn der Schüler „reif“ ist.

 

Aber dies geschieht nur, wenn das Bewusstseins-Level des Schülers auf einem dermaßen hohen Stadium angesiedelt ist, dass er in Resonanz mit diesen Meistern kommt.

 

Darüber hinaus gibt es noch die Legende um Shambala – eine Art Königreich oder Land, in welches fortgeschrittene Mönche gelangen kommen, um dort die Vollkommenheit zu erreichen.

 

Es mag vermutlich nicht das Ziel jedes Mönches sein, Vollkommenheit zu erreichen oder hohe Meister zu treffen.

 

Aber mit Sicherheit ist dieser Bewusstwerdungs-Prozess und die Lehren über das wahre Selbst einer der entscheidenden Punkte, warum Menschen ein Leben als Mönch wählen.

 

Und der Weg hin zur Bewusstwerdung funktioniert nur, wenn man nach Innen geht.

 

In einer Welt voller tagtäglicher Beschallung ist es nahezu unmöglich in solch einen Zustand einzutauchen.

 

Lerne von Mönchen und ihrem „allein sein“

Die Botschaft, die mit dem Artikel einhergeht, lautet:

 

Werde dir der ganzen Ablenkungen und Beeinflussungen der Außenwelt auf dich bewusst und löse dich davon.

 

Komme zur Ruhe und gehe nach Innen.

 

Dies ist der Schlüssel hin zu den Geheimnissen dieser Realität.

 

Denke auch immer daran: Deine äußere Welt ist ein Spiegelbild deiner inneren Welt.

 

Willst du etwas in deine äußere Welt manifestieren, musst du in deiner inneren Welt damit anfangen.

 

In dieser Hinsicht können wir viel von Mönchen lernen.


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